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Einfalt & Vielfalt

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es dünne Mehl- und Biersuppen zum Frühstück – in allen Bevölkerungsgruppen. Durch Brotstücke konnte die Suppe verdickt werden. Bei den ärmeren Leuten war die Suppe einzige Speise über den Tag: zum Frühstück, Mittag und Abendbrot.

 

In die Mehlsuppe kam kein Fett – für eine Arbeiterfamilie waren Fleisch und Fett ohnehin nicht erschwinglich, manchmal jedoch etwas Zucker für den Geschmack. Marmeladen, Honig, Wurstaufschnitt und Schinken waren Mitte des 19. Jahrhunderts als Frühstück völlig fremd.

 

Gebäcke wurden aus Roggen oder Weizen hergestellt. Es waren die Getreideprodukte, mit denen morgens die meiste Energie gedeckt wurde. Neben Brot und Mehlsuppe gab es oft dünnen Kaffee aus Zichorien. Für das Brot zum täglichen Leben wendete ein durchschnittlicher Haushalt etwa 50 Prozent seines Budgets auf… Durch technische Neuerungen die Mitte des 19. Jahrhunderts in der Müllerei aufkamen, wie Walzenstuhl und Sichter, konnten hellere und feinere Mehle hergestellt werden, so dass auch das Brot auf den Tischen der Bevölkerung allmählich heller wurde.

 

… Heute stellen die Müllerinnen und Müller mit der ausgereiften Technik in den Mühlen neben den 24 Standardmahlerzeugnissen der DIN-Norm unzählige weitere Mahlerzeugnisse für Bäcker, Lebensmittelindustrie und Verbraucher her. Mehl, Schrot, Grieß, Dunst, Kleie und Vollkornprodukte sind dabei nicht nur die Grundlage für die einzigartige Vielfalt an Brot und Backwaren auf den Tischen in Deutschland, sie sind auch die Grundzutaten für Produkte wie Pizza, Pasta, Babynahrung und vieles mehr. Flocken und Müslis bereichern das Frühstück um weitere Getreideprodukte aus der Müllerei. Manche Mühle produziert mehrere hundert verschiedene Produkte aus Roggen, Weizen und Dinkel sowie aus weiteren Getreidesorten wie Hafer, Gerste, Einkorn und Emmer: Das ist mit ein Grund dafür, dass wir heute aus über 300 Sorten Brot und Brötchen wählen können. Am liebsten kaufen die Deutschen derzeit Mischbrot, das beinahe ein Drittel des Brotkorbs ausmacht. Toastbrot landet bei gut 20 Prozent der Verbraucher im Einkaufswagen, Brote mit Körnern und Saaten machen 16 Prozent aus, Schwarzbrot/Vollkornbrot 10 Prozent, Weizenbrot und Roggenbrot gut 5 Prozent.

 

Ciabatta, Sonntags-, Milch- und Rosinenbrötchen, Vollkornweck, Dinkeldreispitz, Haferflockenbrötchen, Stuten, Mohnhörnchen, Croissants, Schrippe, Splitterbrötchen, Doppelweck, Schusterjunge, Laugenstange – sie und ihre vielen Geschwister machen unser Frühstück nicht nur einzigartig, sie sind alle so individuell, wie das Mehl aus dem sie gemacht werden.  

 

Übrigens: Aus der aktuellen Bärenmarke Frühstücksstudie geht hervor, dass für 60 Prozent der Deutschen Frühstück ein „Muss“ ist.

 

Wenn Du auch Frühstücksmacher werden willst, komm zu uns und werde MüllerIn!

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